
Dokumentationen haben einen Sinn, wo seltenes, wertvolles Quellengut
gefährdet und oft schwer erreichbar ist. Ebenso können sie
der Verbreitung interessanter Forschungsfakten dienen. Aber sie
haben auch die Funktion der Reinigung, wo all zu subjektive Vorurteile
walten. Diese Zwecke sollen hier in einem Kunst- und Kulturbereich
erfüllt werden, wo es noch viele Schätze zu heben und
bewahren gilt.
Angesichts einer krisengeschüttelten Welt, wo schrumpfende Kulturkassen
nach Paradigmenwechsel schreien, soll diese Idee nichts
weiter als ein unbeirrtes Apfelbäumchen sein. Jedenfalls will sie mit
diesem Geist empfangen und gemessen werden und nicht an den
mitunter preisintensiven Formen und Mitteln, derer sie sich auf Grund mangelnder
öffentlicher Unterstützung zu ihrer Realisierung zwangsläufig
bedienen muß.
Philipp Wilhelm Stärck, Organist an der Wriezener St. Marien-Kirche, während Joachim Wagner dort eine 3manualige Transmissionsorgel baute, hat mit dieser Schrift ein Dokument hinterlassen, daß zu den wichtigsten Spezialquellen für die Kunst Wagners zählt, weil es Einzelheiten über die Bauweise diverser Details enthält, die so in keiner anderen Quelle zu finden sind.
Das Werk ist nur noch vereinzelt in wenigen großen Bibliotheken greifbar. Daß der Titel in diese Reihe aufgenommen werden konnte, ist der Musikabteilung der Staatsbibliothek Berlin zu verdanken, die ihr Exemplar großzügig als Vorlage reproduzierte.


