
Dokumentationen haben einen Sinn, wo seltenes, wertvolles Quellengut
gefährdet und oft schwer erreichbar ist. Ebenso können sie
der Verbreitung interessanter Forschungsfakten dienen. Aber sie
haben auch die Funktion der Reinigung, wo all zu subjektive Vorurteile
walten. Diese Zwecke sollen hier in einem Kunst- und Kulturbereich
erfüllt werden, wo es noch viele Schätze zu heben und
bewahren gilt.
Angesichts einer krisengeschüttelten Welt, wo schrumpfende Kulturkassen
nach Paradigmenwechsel schreien, soll diese Idee nichts
weiter als ein unbeirrtes Apfelbäumchen sein. Jedenfalls will sie mit
diesem Geist empfangen und gemessen werden und nicht an den
mitunter preisintensiven Formen und Mitteln, derer sie sich auf Grund mangelnder
öffentlicher Unterstützung zu ihrer Realisierung zwangsläufig
bedienen muß.
Friedrich Giese, Lehrer, Studienrat, Musikwissenschaftler, Organist und Chorleiter in Stettin und Greifswald, hinterließ ein Lebenswerk, daß durch kriegs- und nachkriegsbedingte Schicksalsfügungen teilweise im Manuskriptstadium verblieb und dadurch nicht in den Blick der Öffentlichkeit gelangte.
Die Arbeit "Pommersche Orgeln des 17. Jahrhunderts" würdigt Instrumente, deren Bedeutung für die Orgelbaugeschichte sehr hoch zu schätzen ist. Es nimmt Fakten und Erkenntnisse vorweg, die erst von Gustav Fock wieder aufgegriffen wurden, enthält aber auch Details, die sich so in keiner anderen Quelle finden lassen.
Daß der Titel in diese Reihe aufgenommen werden konnte, ist dem Direktor des Staatsarchivs Stettin zu verdanken, der eine Reproduktion des Manuskripts großzügig für den Erstdruck zur Verfügung stellte.

INHALT
(Auswahl)
Einleitung
Stolp
Schloßkirche
Fischer/Beriegel
Kamin
Dom
Beriegel
Stettin
St. Jacobi
Schurig/Schnitger/Held
Stralsund
St. Marien
Stellwagen
Lebenslauf
des Autors
Übertragung für den
Erstdruck: Susann Kuß