Hoffnungssonett
Die Dämmrung legt sich über meine Decken.
So stumm die Welt, dass ich sie nicht mehr höre,
dass ich durch Atmen diese Stille störe.
Und wenn ich spreche, ist es wie Erschrecken.
Die Nacht so schwarz wie kalte Lavasteine,
in die ich mich wie in ein Grab begebe,
liegt starr. Bin ich schon tot? Ach, falls ich lebe,
lebt ich am liebsten hell und nicht alleine.
Oh kämst du doch! Erfülle Gott mir Träume!
Der Tag bricht an. Du bist′s! Vorbei das Warten!
Mein Dachgeschoss wird jäh zum Frühlingsgarten
in dem du Blumen pflanzt und neue Bäume.
Während es wächst und grünt und Knospen springen,
hören die Vögel nicht mehr auf zu singen.
Ilona Weidemann
Unterm Himmel wir zwei
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Liebesgedichte
ISBN 3-9805293-9-8
9.80 €
Die Autorin
Jahrgang 1948, geboren in Freiberg/Sachsen, nach dem Abitur (in Zwickau) Pädagogikstudium in Leipzig, Arbeit und Familie in Berlin, zwei Söhne, jahrelang Lehrerin in der Erwachsenenbildung, jetzt pädagogische Mitarbeiterin an einer Berliner Volkshochschule, erste Schreibversuche - Lyrik und Prosa - mit dreißig, Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien.