Karl Richter
Der Freienwalder Orgelbauer

Georg Mickley

 

Ein Beitrag zur Geschichte des märkischen Landorgelbaus

 

ISBN 978-3-7386-5873-6 (3. Auflage)  24,80

 

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Geschichtsschreibung lebt nicht nur vom großen Überblick. Sie wächst und findet sich auch in lokalen Sphären. Karl Richter hat die Spuren des Freienwalder Orgelbauers Georg Mickly aufgenommen und damit einen weiteren regionalgeschichtlichen Forschungsansatz für die Aufarbeitung des märkischen Landorgel- baus geschaffen. Daraus ergibt sich u.a., dass Mickley als ein orgelbauliches Bindeglied zwischen dem berühmten Breslauer Meister Johann Christian Benjamin Müller (1771-1847) und dem nicht minder bedeutenden Gottlieb Heise (1785-1847) in Potsdam anzusehen ist, wofür auch die äußeren und inneren Baumerkmale der von Richter in Wort und Bild dargestellten Instrumente sprechen. Aber mehr noch, es wird auch spürbar, dass wir es eben nicht nur mit einer Lokalgröße, sondern mit einem wirklichen Meister seines Faches zu tun haben, der seine Kunst beherrschte und im Rahmen seiner Auftagsmöglichkeiten nichts zu wünschen übrig ließ.

 

Der Autor

Karl Richter, Jahrgang 1934, im sächsischen Chemnitz gebürtig, wuchs im erzgebirgischen Drebach auf und mußte sich seinem Berufsziel auf Grund der schwierigen Nachkriegsverhält-

nisse auf Umwegen nähern, bevor er das er-

sehnte Studium als Ingenieur für Funktechnik abschließen konnte. 1975 wurden er und seine Familie in Bad Freienwalde seßhaft. Hier be-

gann der von den Orgelklängen seiner Silber-

mann-Heimat faszinierte systematisch eine Welt zu erschließen, die - wie sich später zei-

gen sollte - geradezu auf ihn gewartet hatte, weil sich noch keiner mit derselben Akribie um sie bemühte: Richter widmete fast seine ganze Freizeit dem regionalen Orgelbau. Dabei för-

derte er Erkenntnisse zutage, die sich schon bald als unverzichtbare Mosaiksteine für die landesweite Orgelforschung erweisen sollten. 2003 trat er mit seinem ersten Büchlein „Der Freienwalder Orgelbauer Georg Mickley“ hervor und 2005 überraschte er die Fachwelt mit einem umfangreicheren, exzellent recherchier-

ten Sachbuch „Die Orgelbauwerkstatt Bütow in Königsberg/Neumark“. Außerdem gelang es ihm, im ehemals neumärkischen Zachow ein unbekanntes Instrument des bedeutendsten märkischen Orgelbauers Joachim Wagner zu identifizieren und wertvolle Autographe jenes Meisters und seines Schülers Peter Migendt wiederzuentdecken. Auf Grund dieser Verdien-

ste und seiner sachkundigen Bemühungen um die Regionalorgelforschung wurde er in das Projekt „Orgelhandbuch Brandenburg“ berufen.


Pegasus, um 830-840
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